Projekt HIS / DHZ

Projekt HIS

Die natürliche, menschliche Kommunikation wird seit dem Computerzeitalter durch elektronische Hilfsgeräte unterstützt. Viele neue Möglichkeiten verbessern die Übertragungsreichweite, -geschwindigkeit oder das Kommunikationsangebot. Einige Kommunikationshilfen, die heute möglich sind, konnten sich bislang noch nicht vollständig oder nur im Berufsumfeld etablieren, wie beispielweise das Bildtelefon, Multitouchtablet oder Gestensteuerung. Die zwischenmenschliche Kommunikation basiert auf multimodalen Informationsaustausch und beinhaltet neben Sprache auch Gesten, Mimik oder Ausstrahlung bis hin zu Geruch oder freundschaftliche Berührungen. Viele der heutigen modernen Kommunikationsmittel sind auf junge Leute ausgerichtet. Das betrifft sowohl die moderne mobile Kommunikation über Smart-Phones mit einer nahezu unüberschaubaren Anzahl von Diensten als auch die Social-Service des Web 2.0. Ältere Mitmenschen haben zunehmend Probleme, aus dieser Kommunikation ausgeschlossen zu werden, aber auch die Bedienung komplexer Umgebungen, im häuslicher Umfeld wird für sie zunehmend schwieriger. Das beginnt mit unseren multimedialen Entertainmentanlagen zuhause und geht bis zu modernen Ambient Assited Living Umgebungen, die ihre Funktionen vielfach verbergen , aber dadurch nicht transparenter und einfacher zu bedienen sind für altere Menschen. Alleine in Deutschland leben derzeit ca. 25% ältere Menschen mit einem Alter von über 60 Jahren, durch den demografischen Wandel werden die Anteile noch erheblich wachsen. Gerade ältere Bürger haben ein mit dem Alter noch zunehmendes Kommunikationsbedürfnis, insbesondere wenn Ihr Umfeld durch Ausscheiden aus dem Arbeitsprozess und eingeschränkte Mobilität kleiner wird.